Ein Gruß aus der {Kinder} Küche

Noch 65 Tage bis Weihnachten. Klingt erstmal viel. Aber seien wir mal ehrlich, die nächsten 65 Tage werden schneller vorüber fliegen, als uns lieb ist. Letztes Jahr hat Weihnachten uns eiskalt erwischt und am Ende kam das richtige große Geschenk mit phänomenaler Verspätung von zwei Monaten… Zwei Monate und drei Tage sind es jetzt also, die uns bleiben, um DIESES Mal unsere Geschenke pünktlich abzuliefern. Die Kinder jedenfalls werden dieses Jahr nicht auf ihre Geschenke warten müssen – mit meinem Puppen liege ich Dank der Puppenmitmacherei ungewohnt gut im Rennen. Für alle, die noch nach einer Idee suchen, hätte ich hier ein paar Bilder zur Inspiration.

01_Kinderkueche

Letztes Jahr drehte sich bei uns alles um unsere Küche (also die Küche für die Großen). Viele Wochen lang haben wir unser ehemaliges Schlafzimmer zur Küche umgebaut. Eine riesige Aktion. Und die Kinder immer mittendrin. Und weil die zwei Kleinen so wahnsinnig gut mitgemacht haben (ich erinnere mich nicht, dass sie jemals so gut geschlafen hätten wie zu diese Zeit – ich sag nur: Baulärm!), sollten sie zu Weihnachten eine eigene kleine Spielküche bekommen.

02_Kinderkueche

Die Küchen, die es zu kaufen gibt, waren alle nicht das Gelbe vom Ei. Entweder sie sahen doof aus oder waren hoffnungslos überteuert oder viel zu klein. Unsere zwei Räuber an einem Brio-Backherd?! Äh, nein Danke! Etwas längliches musste her, woran beide schön nebeneinander und (irgendwann auch mal) miteinander kochen können.

03_Kinderkueche

Wir haben ein Kallax von IKEA (was denn sonst?!) auf vier Füße gestellt (Capita, auch vom Schweden), eine Rückwand aus MDF lackiert und angeschraubt und eine „Arbeitsplatte“ aus geölter Multiplexplatte mit Silikon aufgeklebt. Zwei der vier Einsätze mit Tür für das Kallax sind um 90 Grad gedreht eingesetzt. So ergeben sich Spülmaschine (rechts) und Backofen (links). Der Backofen hat noch eine Sichtscheibe aus Acrylglas bekommen, das von innen angeschraubt ist. Diese Türen haben wir sicherheitshalber mit Ketten verstärkt, damit sie nicht gleich heraus brechen, wenn die kleinen Bergsteiger den Mount Kinderküche erklimmen. Beim Herd handelt es sich selbstverständlich um ein Induktionskochfeld mit Twist Pad – ganz wie wie in Mama’s und Papa’s Küche! Die Fläche habe ich zunächst schwarz lackiert und die Markierungen anschließend mit einem weißen Lackstift aufgetupft. Das Twist Pad ist eigentlich ein Möbelfuß aus dem Baumarkt und dreht sich ganz wunderbar! Aus den Resten der Arbeitsplatte hat mein Mann noch ein Regal gebaut. Zwei Bygel Stangen aus der alten Küche geben dem Ganzen den letzten Schliff.

04_Kinderkueche

Meine Kinder sind glücklich mit ihrer Spielküche obwohl immer noch der schon vor acht Monaten versprochene Wasserhahn fehlt. Vor allem die Kleine entpuppte sich als besonders „häuslich“ und liebt es, ihre Teddys mit rosa-lila Knetkeksen und Mama mit imaginärem Kaffee zu versorgen. Leider hält sie jetzt gerade ihr Mittagsschläfchen, sodass ich mich selbst um meinen Kaffee kümmern muss. Aber vorher schicke ich unsere Kinderküche noch zum Creadienstag.

Und was gibt es bei euch dieses Jahr zu Weihnachten? Nicht vergessen: Nur noch 65 Tage!

Ulrike

11 Kommentare

  1. Die Küche ist ja toll! Mein 2 jähriger hätte gern euren Teddybären *lach* Bei uns gibts dieses Jahr gaaaanz viel Holzeisenbahnzeugs. 😀

    • Oh, der Werner wird hier auch heiß und innig geliebt und das schon seit fast 30 Jahren! Den geben wir nicht her, sorry! Aber Holzeisenbahnen stehen bei uns auch hoch im Kurs. Und Murmelbahnen! Herzlichst, Ulrike

      • Die Küche ist ja wirklich wahnsinnig schön.. 👍 Chapeau! 🎩Ich glaube davon träumt jedes Kind.👦👧 Kannst du ungefähr schätzen, wie viel die Küche ingesamt gekostet hat? 💰 Außerdem wollte ich fragen, wie ihr die Öffnungen in der Ofentür und in der „Arbeitsplatte“ angefertigt habt.🔨🔧

        • Hallo, ich freue mich, dass dir unsere Kinderküche gefällt. Die Öffnungen hat mein Mann freihand mit der Stichsäge ausgeschnitten. Die genauen Kosten weiß ich leider nicht mehr. Grob über den Daumen gepeilt: 40€ für das Kallax, 60€ für die Kallax-Einsätze, 14€ für 4 Kapita-Beine (alles Ikea), ca. 15€ für die Sperrholz“arbeits“platte, ca. 10€ für die MDF-Rückwand, ca. 10€ für Farben und Lacke, weitere 20€ für Kleinkram wie „Spülbecken“ (=Hundefressnapf), Aufhängestangen, Ofenscheibe (Acryglas), Herd-Drehknopf (ein Möbelfuß), Griffe, Schrauben, Kleber, etc. Insgesamt ca. 150 bis 200€. Man kann aber vieles, was man schon zu Hause hat, einfach recyclen…
          Ich hoffe, ich konnte dir helfen.
          Viele Grüße, Ulrike

  2. Hallo Ulrike,
    das ist wirklich eine tolle Küche geworden! Selber bauen ist einfach unübertrefflich und so viel schöner als irgendeine Plastikküche hinzustellen. Weihnachten gibts bei uns bisher noch nichts, da die Großeltern sich immer mit Geschenken überschlagen und die Kinder mehr als genug Sachen bekommen, allerdings arbeite ich noch an einem kleinen Büchlein für die Vorweihnachtszeit.
    Liebe Grüße, Sandy

  3. Eine wirklich tolle Küche!!! Wir wollen unseren Kindern auch eine Küche schenken. Vielleicht machen wir die auch einfach selbst. Eure ist jedenfalls klasse geworden!

    • Danke, Yva! Selber bauen ist gar nicht so schwer… wenn man weiß, was man will! Man muss nur rechtzeitig anfangen. *lach*
      Herzlichst, Ulrike

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