Die inneren Werte {PuppenMITmacherei 2016}

Nachdem ich das letzte Treffen der PuppemMITmacherei von Caro und Maria bedingt durchs Sommerferien- und Geburtstagschaos verschlafen habe, muss ich heute kräftig aufholen. Letztes Mal ging es um das Thema „Material“ und dieses Mal um „Kopf und Körper“. Zum Material gibt es gar nicht viel zu sagen. Ich verwende das gleiche wie beiden beiden großen Schwesternpuppen, denn davon ist noch so viel vorhanden, dass es locker für zwei weitere Puppen reichen würde. Dann kommt mal mit. Ich zeige Euch, wie weit das neue Puppenkind jetzt schon gewachsen ist. Es entsteht wieder nach der Anleitung für die waldorfinspirierte Puppe Mitzi von Mariengold. Dieses Mal allerdings in der kleinen Variante. Die Puppen der großen Schwestern sind vierzig Zentimeter groß, die Puppe für das Baby „nur“ dreißig Zentimeter. Dazu habe ich mich entschieden, weil es mir einerseits logisch erscheint, dass das kleine Kind eine kleine Puppe bekommt (und vielleicht schon recht früh etwas damit anfangen kann). Andererseits wollte ich einfach auch die Proportionen der kleineren Variante testen. Zwei Fliegen mit einer Klappe sozusagen.

Im Vergleich zum ersten Mal kommt mir das Puppenmachen inzwischen viel einfacher vor. Ich denke, das liegt vor allem an meiner Erfahrung im Umgang mit Textilien und meiner Nähmaschine. In den vergangenen zwölf Monaten habe ich so unheimlich viel genäht, ausprobiert und gelernt, dass ich an vielen Punkten gar nicht mehr nachdenken muss. Das macht die Arbeit an der neuen Puppe gerade sehr entspannt und ich kann meine Gedanken dabei kreisen lassen (wenn nicht gerade die Dachdecker im Stockwerk über mir die Kreissäge kreisen lassen – aber das ist eine andere Geschichte). Und hier ist es nun, Puppenkind Nummer drei im aktuellen Zustand – noch ein wenig kopflos und ziemlich mager, aber das wird sich in Kürze ändern:

05_Puppenmitmacherei_2016

Bei den beiden ersten Puppen habe ich übrigens den elastischen Jersey-Stich meiner Nähmaschine verwendet, ein enger Zickzack-Stich. Dieses Mal habe ich darauf verzichtet und lieber einen engen Geradstich ausgewählt. Und siehe da: Die Nähte sind sehr viel filigraner und unauffälliger geworden als mit dem Zickzack-Stich. Und sie halten trotzdem – Dank Nylbond-Nähgarn – auch härtesten Belastungen beim Stopfen stand!

Und beim nächsten Treffen zeige ich Euch dann hoffentlich schon die fertige Puppe mit Kopf, Gesicht und Haaren! Das ist immer eine ganz besonders spannende Angelegenheit, weil sich der Charakter des Puppenkindes mit jeden klitzekleinen Detail enorm verändern kann. Im heutigen Beitrag von Caro könnt Ihr auch den Fortschritt der anderen PuppenMITmacherinnen begutachten.

Bis zum nächsten Mal,

Ulrike

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2 Kommentare

  1. Hallo Ulrike,

    das kannich nachvollziehen. Ich habe auch erst letztes Jahr mit dem Nähen angefangen. Je mehr man mit der Nähmaschine vertraut ist, desto einfacher geht es von der Hand. Auch die Handgriffe beim Puppenmachen.

    Ich verwende für meine Puppennähte immer den elastischen Dreifachgeradstich. Die Nähmaschine setzt 3 Stiche dicht nebeneinander. Dadurch sind die Nähte trotzdem elastisch, aber sehr stabil und reißfest.

    Ich wünsche dir weiterhin frohes Schaffen und bin schon aufs nächste Treffen gespannt.

    Liebe Grüße
    Christine

    • Hallo Christine, beim dreifachen Geradstich werden für meinen Geschmack die Nähte zu dick, zumal ich ja das ohnehin schon sehr dicke Nylbond verwende. Aber wie gesagt (bzw. geschrieben): Auch beim festesten Stopfen sind die Nähte nicht gerissen!
      Bis zum nächsten Treffen!
      Liebe Grüße, Ulrike

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