#flatlayfridiy


Letzte Woche Dienstag, am zweiten Tag des Jahres, stand ich inmitten der feiertäglichen Wäscheberge meiner fünfköpfigen Familie. Eigentlich finde ich Wäschefalten doof. So richtig doof. Aber letzte Woche war das irgendwie anders, denn statt einzelner Kleidungsstücke lagen da ganze Outfits. Vielleicht ist es Zufall oder doch irgendwie unterbewusst passiert, aber mir fiel auf, dass viele der Sachen, die dort lagen, gut zusammen passten. Und zwar in Kombinationen, die nie geplant waren. Sofort übernahm die Bloggerin in mir das Kommando: Das sieht so toll aus, das musst du fotografieren und zeigen! Die Ernüchterung folgte auf dem Fuße. Fotoshootings sind zur Zeit echt ein Problem. Der Winter macht es uns Bloggern manchmal echt schwer – hier hatte ich euch schon einmal mein Leid geklagt. Mimimi. Was aber tun, wenn man unbedingt ein Outfit zeigen möchte, ein richtiges Fotoshooting aber nicht in Frage kommt? Na klar! Einfach mal flachlegen!

Und weil ich gerade in Neujahrslaune war und gefühlt JEDER irgendwelche Vorsätze postete, nahm ich mir vor, ab sofort jede Woche ein flachgelegtes Outfit mit meinen selbstgenähten Teilen zu fotografieren und darüber zu berichten. Das ganze Jahr lang. Und da war er plötzlich, der Hashtag #flatlayfridiy. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass das Thema nicht nur für mich interessant sein könnte. Ich fragte Catharina von Mme Blanc und Dominique alias Kreamino, was sie von der Idee hielten. Und als die beiden völlig unabhängig voneinander mit: „Ich wär‘ dabei! Ich mach mal schnell ein Flatlay.“ antworteten, war der Flatlayfridiy endgültig geboren.

Der Flatlayfridiy ist eine Instgram-Aktion (die auch gerne auf Blogs oder Facebook übernommen werden kann), bei der jeden Freitag Outfits mit selbstgemachter Kleidung als Flatlay präsentiert werden. Denn normalerweise wird ein neues Kleidungsstück nur ein einziges Mal auf dem Blog gezeigt. Dabei gibt es doch so viele mögliche Kombinationen. Beim Flatlayfridiy kann man also

  • seine Lieblingsteile neu kombinieren, einfach mal ausprobieren und zur Diskussion stellen
  • einen Überblick über die schon hergestellten Schätze erhalten
  • sich zu neuen Outfits oder gar Nähideen inspirieren lassen (und selbst inspirieren)
  • einen bewussteren Umgang mit Schnitten, Mustern, Farben entwickeln
  • das Auge für Bildaufbau und Produktfotografie schulen
  • alten Teilen neue Wertschätzung entgegenbringen
  • und einfach Spaß haben beim Kombinieren, Fotografieren und Austauschen mit Gleichgesinnten.

Der Flatlayfridiy ist übrigens nicht nur Damenkleidung vorbehalten, auch Outfits für Herren und Kinder sind höchst willkommen. Die Bedingung: Das Flatlay sollte ein annähernd komplettes Outfit zeigen, so wie ihr es auch bekleidet präsentieren würdet. Denkt auch an Schuhe und Accessoires. Ein einzelnes Teil ist normalerweise nicht genug. Ausnahmen bestätigen aber natürlich die Regel. Manchmal hat man eben nicht die richtigen Schuhe zur Tasche oder nicht die passende Mütze zum Schal. Egal. Dann beschreibt ihr eben, was ihr idealerweise ergänzen würdet. Und jetzt kommt das wichtigste: Mindestens eines der gezeigten Kleidungsstücke muss selbstgemacht sein, egal ob genäht, gestrickt, gehäkelt oder sonst wie hergestellt. Den folgenden Schriftzug könnt ihr mitnehmen und in euer Flatlay integrieren, wenn ihr mögt. Zeigt eure Flatlays unter dem Hashtag #flatlayfridiy und markiert mich, damit ich euch sehe. Meine vier Favoriten werde ich immer am folgenden Montag reposten.

Wenn ihr noch nicht so richtig wisst, wie ein Flatlay aussehen kann, dann schaut euch bei Instagram unter dem Hashtag #flatlayfashion oder #flatlayphotography um oder besucht mich auf Pinterest, dort habe ich eine Pinnwand mit schönen Fashion-Flatlays für Große und Kleine angelegt. Und keine Sorge, euer Flatlay muss nicht von Anfang an perfekt sein. Ein stimmiges Bild zu bekommen, ist Übungssache und es ist noch kein Flatlaymeister vom Himmel gefallen. Also traut euch und macht mit! Gemeinsam mit ein paar Bloggerfreundinnen werde ich von Zeit zu Zeit ein paar Tipps zum Thema How-to-flatlay geben. Meine Flatlays werde ich am Ende jedes Monats hier auf dem Blog präsentieren.

Und noch ein Hinweis: Vergebt passende Hashtags für eure Kleidungsstücke, z.B. #toastersweaterknitknitgrau , dann könnt ihr am Ende des Jahres auf einen Klick alle eure Outfits zu diesem einen Kleidungsstück finden. Verwendet aber auch allgemeinere Hashtags wie #toastersweater oder #albstoffe , damit andere eure Outfits finden und sich inspirieren lassen können.

Ich freue mich, wenn ihr mitmacht und wir gemeinsam unsere Kleiderschränke flachlegen. Am Ende des Jahres werden wir hunderte Inspirationen für tolle Kombinationen aus unseren alten, selbstgenähten Schätzen haben.

Ulrike

 

8 Kommentare

  1. Ani Lorak

    Eine schöne Eingebung. Die Aktion habe ich auf Instagram gesehen und sie hat mir gefallen. Vielleicht mache ich mit, wenn ich es nicht bis Freitag wieder vergesse… Viele Grüße

  2. Liebe Ulrike,
    Eine ganz tolle Idee und ich habe schon so tolle Fotos gesehen. Wenn ich noch eine Leiter und einen passenden Untergrund finde, bin ich bestimmt auch mal dabei. Liebe Grüße Kirsten

  3. Liebe Ulrike,
    also ich bin begeistert von dieser Aktion. Gerade kam mir der Gedanke, dass ich oft vor meinem Kleiderschrank stehe und überlege, was ich denn anziehen soll. Tja, und mit dieser Aktion kann ich nach einer gewissen Zeit immer mal nachsehen, was ich denn heute anziehen könnte. Denn, es gibt Fotos darüber. Diesen Gedanken finde ich einfach super. Ich habe jeweils ein komplettes Outfit , muß nicht nachdenken – das ist doch super oder? Vielen Dank für Deine tolle Idee. Ich denke, ich bleibe da am Ball.
    Liebe Grüße Epilele

    • Genau, das ist ein wesentlicher Aspekt des #flatlayfridiy. Man bekommt ganz automatisch einen besseren Überblick über den Inhalt des Kleiderschranks und dokumentiert das auch direkt. Ich freu mich, wenn du am Ball bleibst!
      Liebe Grüße, Ulrike

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