Wunschliste eines Nähnerds

Jedes Jahr zur gleichen Zeit werde ich mit der schwierigsten aller Fragen konfrontiert: „Was wünschst du dir?“ Und jedes Jahr sage ich: „Ach, nichts.“, und meine eigentlich: „Ogottogott. Es gibt so viele tolle Dinge, aber wie soll ich dir das bloß alles erklären?! Du hast ja keine Ahnung vom Nähen.“ Dieses Jahr habe ich mich gewappnet. Falls mich also wieder jemand nach meinen sehnlichsten Nähnerd-Wünschen fragt, kann ich ihn hier her verweisen. Und wer weiß, vielleicht verstecken sich in meiner Wunschliste ja auch ein paar von euren Wünschen…?

Wunschliste

Dieser Beitrag enthält unbeauftrage, unbezahlte Werbung. Ich teile hier meine persönliche Weihnachtswunschliste. *

Vorneweg ein Statement zum Thema Schenken: Ich mache gern Geschenke. Und manchmal bekomme ich auch gern welche. Aber es muss auch einfach passen. Geschenke zu verteilen, nur weil Weihnachten ist und man sich irgendwie dazu verpflichtet fühlt, finde ich ziemlich traurig. Schenken und beschenkt werden soll doch Spaß machen. Nur manchmal ist es gar nicht so leicht, das richtige Geschenk zu finden – insbesondere bei Menschen, die ein recht spezielles Hobby pflegen, sagen wir mal… Nähen! Ja, da kann dem armen Nicht-Näher schon mal schwindelig werden vor lauter Fachbegriffen und merkwürdigen Nähtools. Dafür gibt es nun diese Wunschliste, damit all‘ diejenigen eine kleine Hilfestellung haben, die einen Nähnerd beschenken und glücklich machen wollen…

Übrigens, nicht dass es zu Missverständnissen kommt: Ich muss das hier natürlich nicht alles haben und ich werde das natürlich auch nicht alles unterm Weihnachtsbaum finden. Und das ist auch gut so. Aber es sind alles Dinge, die ich schön und praktisch finde, und die wirklich gut in mein Leben passen würden. Und ein paar Herzenswünsche wird man doch wohl äußern dürfen, oder? So, liebes Christkind oder lieber Weihnachtsmann oder wieauchimmerdudichnennst, hier kommt meine Wunschliste für 2018:

Notizbuch von Merchant & Mills

Notizbuch von Merchant & Mills, Foto: Nina Jung, Juni Design

1. Notizbuch von Merchant & Mills

Wunderschöne, nerdige Näh-Accessoires gibt es aus dem Hause Merchant & Mills. Ich bekam ja sofort Schnappatmung, als Nina von Juni-Design dieses Notizbuch in ihrer Instastory zeigte. Schöne Notizbücher kann ich nicht genug haben – sofern die Seiten blanco sind (oder punktiert, aber keinesfalls karriert oder gar liniert). Egal, ob als Näh-Bullet-Journal oder Skizzenbuch oder für die niemals endende Näh-Einkaufsliste oder einfach nur als Deko aufm Schreib-äh-Nähtisch. So ein Notizbuch macht sich einfach super als Geschenk für einen Hobbynäher. Ich meine – Hallo! – da steht was von Tailor und es ist ne Schere vorne drauf!

Schere von Merchant & Mills

Schere von Merchant & Mills, Foto: Nina Jung, Juni Design

2. Schneiderschere von Merchant & Mills

Apropos Schere: Selbst wenn diese Schere gar nicht schneiden würde, wäre sie ein Knaller, einfach weil sie so scharf aussieht. Eine gute Schere ist eine Grundvoraussetzung zum Nähen. Wer schon mal versucht hat mit einer Bastelschere Stoff zuzuschneiden weiß, was ich meine. Ein Nähanfänger wird mit so einem Geschenk ganz sicher sehr glücklich. Und selbst ich als alter Hase hätte nichts dagegen, meine inzwischen recht betagte und nicht sonderlich gut gepflegte Stoffschere von Zwilling gegen so ein Schätzchen auszutauschen. Und wo wir schon mal bei Merchant & Mills sind: Das schwarze Maßband ist sooo stylish und macht sich bestimmt auch super als Modeaccessoire um den Hals. Und wie geil sind bitte goldene Stecknadeln?! Hachz…

 

SimFlex

SimFlex, Foto: Barbara Wallimann, Hello Heidi Fabrics

3. SimFlex

Ein Tool aus der Kategorie „Dinge, die die Welt nicht braucht, die aber trotzdem ziemlich cool sind“ ist dieses hier. Das SimFlex dient dazu Knopflöcher gleichmäßig zu positionieren. Nicht mehr und nicht weniger. Aber das Ding sieht außerdem einfach verdammt professionell aus auf dem Nähtisch und macht sich bestimmt auch super auf einem Flatlay. Und die Wahrscheinlichkeit, dass der zu Beschenkende dieses freakige Tool bereits besitzt, ist ziemlich gering. Ein perfektes Geschenk für alles, die mit Leib und Seele dem Nähen verfallen sind und oft Bekleidung herstellen.

 

Side by Side Bügelbrett, Fotos: www.magazin.com

4. Ein stylishes Bügelbrett

Auch wenn das jetzt nach einem No-Go-Muddi-Geschenk klingt, ich meine es ernst! Was nämlich gern geflissentlich ignoriert wird: Nähen hat sehr, sehr viel mit Bügeln zu tun. In unserem Arbeitszimmer, das ich mir zur Zeit (noch) mit meinem Mann teilen muss, ist jedenfalls (fast) immer das Bügelbrett aufgebaut. Und das nicht etwa, weil ich täglich die Hemden meines Mannes bügeln würde (macht er selbst), sondern weil ich beim Nähen manchmal alle paar Minuten das Bügeleisen brauche. Es immer wieder wegzuräumen lohnt sich einfach nicht. Warum also nicht das beste daraus machen und statt eines schnöden Bügelbretts ein richtig schickes Teil dahin stellen? Das kann dann auch gleich dauerhaft stehen bleiben wie ein Möbelstück. Besonders schön finde ich dieses hier aus Holz. Das hat aber seinen Preis. Ob ich dafür artig genug war dieses Jahr…? Besonders praktisch dazu finde ich übrigens das Mini-Dampfbügeleisen von Prym. Das kann alles, was ein Großes auch kann, lässt sich aber besser verstauen.

Foto: Ulrike Ehm, Moritzwerk

5. Näh-Input

Ganz klassisch und notfalls auch im allerletzten Moment lassen sich Zeitschriften-Abos verschenken. Ich habe bisher… KEINS. Verrückt. Am Markt gibt’s inzwischen reichlich Auswahl. Am bekanntesten ist sicherlich die Burda, die sich eher an die fortgeschrittenen Näherinnen wendet. Die knappen Burda-Anleitungen sind nicht jedermanns Sache und für Anfänger manchmal hinderlich, meine Mama aber schwört auf die Burda. Gut gelungen finde ich oft auch den redaktionellen Anteil. Etwas „hipper“ und durchaus anfängertauglich kommt die La Maison Victor daher. Das Magazin enthält Schnittmuster für die ganze Familie und manchmal auch Strick- und DIY-Anleitungen. Das tolle an der LMV sind die illustrierten Anleitungen, mit denen man garantiert nicht auf dem Schlauch steht. Die Ottobre richtet sich eher an Näherinnen, die (kleine) Kinder benähen möchten. Zweimal im Jahr gibt es auch eine Ausgabe mit Schnittmustern für Erwachsene. Die Zeitschrift konzentriert sich ganz puristisch auf ihre Schnittmuster und die Anleitungen sind Burda-mäßig knapp gehalten. Neben den drei größten Nähzeitschriften gibt es auch noch die Knip Mode, Meine Nähmode, Nähtrends, Fashion Style und noch vieles mehr und darüber hinaus diverse „speziellere“ Titel zu bestimmten Themen wie Patchwork oder Accessoires. Da findet jeder Näher und jede Näherin seine bzw. ihre Zeitschrift.

 

Magazinhalter von Puhlmann, Foto: www.avocadostore.de

6. Ein schmucker Magazinhalter

Jetzt mal ehrlich, all die schönen Zeitschriften (siehe vorheriger Absatz) brauchen auch eine würdige Aufbewahrung. So ein Zeitschriftenhalter steht schon lange auf meiner Wunschliste und spätestens mit Fertigstellung meines Arbeitszimmers (Häschtäck „Dauerbaustelle“) wird einer bei mir einziehen. Es gibt sie in unterschiedlichen Größen und Farben, z.B. den oder den. Darin kann man übrigens auch ganz besonders hübsche Papierschnittmuster verstauen. Die sind meist viel zu schade für die Schublade.

Foto: Ulrike Ehm, Moritzwerk

7. Schnittige Lektüre

Zu Weihnachten immer wieder gern verschenkt werden Bücher. Und ja, auch wir Nähnerds freuen uns über Literatur. Nur verschont uns bitte mit Krimis und Romanzen, die erleben wir bei unseren tagtäglichen Projekten schon hautnah. Aber so richtig gute Nähbücher sind natürlich höchst willkommen unterm Tannenbaum. Eines meiner Lieblingsbücher ist Handmade Style von Anna Graham (aka Noodlehead). Ein schönes Buch vor allem für Taschennäher, aber auch für solche wie mich, die gern mal über den Tellerrand blicken. Ich hab’s übrigens schon, lieber Weihnachtsmann. Es steht direkt neben The Art of Stripes von Libby Vanderploeg. Das ist zwar eigentlich kein Nähbuch, aber eine tolle Inspirationsquelle für neue Outfits. Und darum geht’s ja auch eigentlich beim Nähen: Klamotten und Stil. Achtung, es folgt ein Zaunpfahl: Ebenfalls von der Autorin ist The Art of the white Shirt, das sich ganz wundervoll in meinem Bücherregal machen würde und das pünktlich drei Tage vor meinem Geburtstag nächstes Jahr noch um The Art of Denim ergänzt wird. Schaaaatz, hast du mitgeschrieben? Ganz neu auf dem Markt ist Breaking the pattern von Saara und Laura Huhta, die sonst unter der Marke Named skandinavisch-lässige Schnittmuster für Damen herausbringen. Super spannend finde ich auch Mending Matters von Katrina Rodabaugh. Ein Nachschlagewerk für fortgeschrittene Näherinnen ist Schöner Nähen mit Profitechniken, das jetzt schon eine ganze Weile auf meiner Amazon-Wunschliste ausharrt. Gut gemacht ist auch die Reihe Alles Jersey aus dem EMF Verlag. Ich persönlich habe Hoodies for Kids und Shirts & Tops getestet. Und wer seine Nähprojekte gern besser organisieren möchte, der wird bestimmt mit My Bullet Diary von Frederike Matthäus alias Seemannsgarn glücklich.

Und wenn Weihnachten mal wieder viel zu überraschend kommt?

Wenn am Ende gar nichts mehr geht, gehen Gutscheine, stimmt’s?! Oft sogar in aller-aller-letzter Minute zum Downloaden und selber ausdrucken! Weihnachten kommt aber auch immer so verdammt überraschend. Je-des Jahr! Viele Online-Shops bieten bereits Gutscheine an, teilweise sogar in richtig hübscher Verpackung. Und bei manchen kann man auch direkt Nähkurse buchen und verschenken. Klickt euch durch, z.B. bei der Eulenmeisterei, 1000stoff, Stoff&Stil, Frau Tulpe, Lillestoff, Alles-für-Selbermacher und vielen, vielen mehr.

Ich bin sehr gespannt, was ich dieses Jahr unterm Tannenbaum finden werde. Was steht denn dieses Jahr auf eurer Wunschliste? Lasst es mich wissen, denn das nächste Weihnachtsfest kommt bestimmt und etwas mehr Vorbereitung schadet sicher nicht.

Ich wünsche euch eine wunderbare Adventszeit und ein enspanntes Weihnachtsfest!

Ulrike

* Was ist daran Werbung? Aufgrund der aktuellen Gesetzeslage bin ich verpflichtet, diesen Beitrag als Werbung zu kennzeichnen. Die von mir erwähnten und verlinkten Unternehmen, Marken und Produkte habe ich im Rahmen meiner redaktionellen Tätigkeit für diesen Blog selbstständig und frei ohne jegliche Gegenleistung ausgewählt.

 

6 Kommentare

  1. Eine wunderbare Liste!
    Ich habe dieses Jahr einen digitalen Wunschzettel an den Mann geschickt, unter anderem mit diversen Nähfüsschen. Ich bin schon sehr gespannt ;)
    Liebe Grüße,
    Marina

    • Nähfüßchen habe ich zum Geburtstag bekommen dieses Jahr… auf ausdrücklichen Wunsch. Ich finde, wir haben ein ganz wunderbares Hobby, für das es viele schöne Geschenkideen gibt (sofern man sich ein bisschen auskennt). ;-)
      Herzlichst, Ulrike

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