{Shorts Wrapped} – und TSCHÜSS!

Der Sommer ist da und mit ihm meine neue Shorts Wrapped aus Tencel im Denimlook. Warum ich die SOFORT nähen musste als Selmin und Anja das Add-on zu ihrem beliebtesten Schnittmuster herausgebracht haben, warum du auch genau so eine Hose brauchst und warum du zu deiner eigenen Sicherheit besser eine Sonnenbrille tragen solltest beim Betrachten meines Blogposts, erzähle ich dir jetzt hier und jetzt. Und auch, warum das erst einmal mein letzter Post sein wird…

Enthält Spuren von unbeauftragter Werbung | Alle verwendeten Stoffe und Schnittmuster habe ich selbst gekauft. Ich verlinke die Hersteller und Designer aus Überzeugung. Wie immer gilt: Mein Post, meine Meinung.

Früher habe ich keine Shorts getragen. Und auch keine kurzen Röcke. Jedenfalls nicht im Sommer. Im Winter dagegen war das immer voll okay für mich, denn da ist auch immer eine blickdichte Leggings oder Strumpfhose oder sowas in der Art mit im Spiel (gewesen). Dass ich meine Beine am liebsten verhüllt habe, lag allerdings nicht an Prüderie oder Eitelkeit, sondern an meiner Angst, jemand könnte beim Anblick meiner Kalkleisten erblinden.

Ich weiß, es ist kaum vorstellbar, aber auf diesen Fotos sind meine Beine schon über Wochen mit Selbstbräuner behandelt. Also nicht die ganz krasse Sorte, sondern bio und mit Bodylotion gemischt, aber so die Moral von der Geschicht‘: Meine Beine bräunen nicht. Auch nicht nach zwei Wochen Wanderurlaub in Südfrankreich und auch nicht nach einem Jahr in Italien. Nie. Der Rest meiner Haut übrigens auch nicht so wirklich.

Für mich war das tatsächlich lange Zeit ein Grund, nichts zu tragen, was kürzer als knielang war. Außer im Urlaub beim Wandern in Südfrankreich. Und in meinem Auslandsjahr in Italien. Aus Gründen. Peinlich war es mir trotzdem. Besonders in Italien, wo alle immer so knackig braun sind.

Inzwischen ist die Farbe meiner Beine aber tatsächlich auf der Prioritätenliste meiner Peinlichkeiten so weit runter gerutscht, dass dieser Punkt jegliche Bedeutung in meinem Leben verloren hat. Außer wenn ich mich in Shorts fotografiere und beim Bearbeiten der Bilder denke: „Also das mit dem Selbstbräuner kannste dir sparen…“ An dieser Stelle setzt dann die Altersweisheit ein, dir mir zuflüstert: „Ist doch egal, welche Farbe deine Beine haben, Hauptsache die Shorts sind geil.“ Und das sind sie.

Meine Shorts Wrapped habe ich aus einem Rest von diesem Projekt genäht (und ein Rest vom Rest blieb gerade so noch übrig für eine Olli Summer Shorts von Misusu – Lieblingsschnitt für kleine Jungs). Der Denim-Tencel ist wirklich perfekt für diesen Style. Er fällt wunderbar locker und leicht, lässt Luft an den Hintern und klebt nicht auf der Haut. Auch nicht bei 38 Grad wie am letzten Wochenende. Gleichzeitig fühle ich mich in dieser Jeansoptik wunderbar angezogen. Nicht so schlafanzugig, obwohl die Hose tatsächlich bequem ist wie ein Schlafazug. Eine Jeans ist eine Jeans, egal wie lang sie ist. Einziger Wehrmutstropfen: Der Tencel wäscht sich überraschend schnell aus und bekommt an den Kanten und Nähten einen sehr deutlichen Used-Look. Bei der Hose stört mich das zum Glück gar nicht. Bei meinem Matcha-Kleid schon eher. Vielleicht möchte das Material lieber per Handwäsche gereinigt werden? Aber davon mal abgesehen, ist Tencel ein tolles Material (nicht nur) für den Sommer. Eigentlich hätte ich noch gern einen SuSe-Info Artikel dazu geschrieben wie den zu meinem Lieblinsmaterial: Leinen. Aber die liebe Zeit…

Apropos Zeit: Meine Shorts Wrapped habe ich so spontan genäht, dass keine Zeit mehr blieb, einen 5 Zentimeter breiten Gummi für den Bund die bestellen. Ich wollte sie einfach SOFORT tragen. S-O-F-O-R-T!!! Statt dessen habe ich einen 3,5 Zentimeter breiten genommen und die verbliebenen 1,5 Zentimeter obenrum abgesteppt, sodass sich eine kleine „Paperbag Waist“ ergab. Aufs Bindeband habe ich bei dieser Hose auch verzichtet. So ist sie für mich einfach variabler zu tragen.

Genug geschwärmt. Wenn du jetzt immer noch keine Shorts Wrapped nähen möchtest… dann näh doch einfach eine lange Version. Davon habe ich inzwischen zwei (eine siehst du hier) und liebe sie heiß und innig an den nicht ganz so heißen Sommertagen. An allen anderen Tagen trage ich Shorts. Ach so, eins noch: F*ck Bodyshaming! Es ist egal, ob deine Beine käsebleich oder bruzzelbraun sind, ob sie lang, kurz, krumm, x-förmig, dick, dünn oder sonstwas sind! Trag, was du magst. Trag, worin die dich gut fühlst. Trag, was zum Wetter passt und nicht zur vermeintlichen Meinung irgendwelcher Leute. So.

Und nun zum weniger angenehmen Teil des Posts: Ich mache eine Pause. Ich weiß nicht, wann ich wiederkomme. Ob überhaupt?! Morgen beginnen hier in Niedersachsen die Sommerferien und damit die für mich wohl stressigste Zeit des Jahres. Mal abgesehen von Weihnachten und den restlichen 42 Wochen des Jahres, die nicht weniger anspruchsvoll sind. Nach den Sommerferien wechseln zwei meiner drei Kinder die Betreuungsformen. Wir müssen einen neuen Rhythmus für uns als Familie finden, der Umbau unseres Hauses nähert sich dem Finale und der Blog muss sich allem anderen unterordnen. Außerdem habe ich ein paar Ideen, die ich gern mal ganz in Ruhe reifen lassen möchte… Ich werde einiges überdenken, mich neu fokussieren und einfach mal Pause machen von diesem ganzen Social Media Gelaber. Stichwort: Digital Detox. So, jetzt isses raus.

Macht’s gut, habt’s fein.

  • Ulrike

1 Kommentare

  1. Eine tolle Shorts und deine Beine sind absolut in Ordnung so! Hättest du es nicht so oft geschrieben, wäre mir garnicht aufgefallen das sie etwas heller sind 🤣.

    Viel Spaß bei deiner Auszeit von der digitalen Welt.
    LG Catrin

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