Ganz schön schick {Bookworm}

Man muss schon ein bisschen verrückt sein. Nähverrückt. Aber das sind wir hier zum Glück (fast) alle. Darum könnt ihr auch ganz genau verstehen, warum ich es getan habe und ein richtig aufwändiges Hemd für meine Kinder genäht habe. Warum es sich überhaupt nicht lohnt, warum ihr es aber unbedingt trotzdem tun solltet, erkläre ich euch hier und jetzt…

Dieser Post enthält Spuren von Werbung | Der verwendete Stoff wurde mir bereits vor einigen Jahren kostenlos von Lebenskleidung zur Verfügung gestellt. Das Schnittmuster habe ich zu Designnähzwecken kostenlos erhalten.

Das Bookworm Button Button Up Shirt ist ein Hemdenschnitt für Kinder von ca. 18 Monate bis acht Jahre mit Anleihen beim klassischen Herrenhemd. Es gibt jeweils drei unterschiedliche Varianten für den Saum, die Ärmel und die Taschen, woraus sich zig verschiedene Designs für lauter einzigartige Bookworms ergeben. Ich habe mein erstes Bookworm Button Up mit abgerundetem Saum, langen Ärmeln (so richtig mit Manschette) und Brusttaschen mit Kellerfalten genäht. Ja, es dauert lange, so ein Hemd zu nähen. Richtig lange. Genau wie bei einem Hemd für „Große“ eben, nur dass die Nähte etwas kürzer sind. Der Stoff ist eine schön glatte Bio-Popeline von Lebenskleidung mit gutem Stand und perfekt für Hemden geeignet (leider gibt es das Vichy Karo nicht mehr, aber schöne Hemdenstoffe findet man immer wieder dort).

Dieses Hemd habe ich aus Überzeugung genäht. Weil ich gerne Webware vernähe, weil ich den haargenau passenden Stoff noch von diesem Projekt übrig hatte und weil meine kleine Tochter wahnsinnig gerne Blusen trägt. Dass das auf den Fotos nicht das Mäuschen, sondern ihr drei Jahre jüngerer Bruder (der kleine Elefant) ist, habt ihr wahrscheinlich schon gemerkt… Das liegt daran, dass ich das Bookworm Hemd schon vor drei Jahren genäht habe. Und es dann lange in der Versenkung verschwand, weil… die Knöpfe fehlten. Upps. Ja, auch mir passiert so etwas mal.

Als ich dann endlich die Knöpfe ergänzt hatte (Druckknöpfe, wegen meiner Knopflochallergie und weil die Kids sich so leichter selbst an- und ausziehen können), war das Mäuschen schon fast aus dem Hemd herausgewachsen. Sie trug ihr Bookworm zwei, drei Mal und dann geriet es in Vergessenheit. Bis neulich als Annika von Näh-Connection ihre neue Aktion vorstellte: Zugeknöpft. Diese Woche dreht sich bei ihr im Shop alles um die schönsten Schnitte mit Knopfleiste. Und das sind einige. Wer also schon immer mal eine Cheyenne Tunika, eine Zamorra Bluse oder ein Bonn Dress nähen wollte, sollte jetzt zuschlagen, denn es gibt zehn bis 20 Prozent Rabatt.

Sogar für die Herren der Schöpfung ist ein toller Schnitt dabei – Stichwort bald schon ist Weihnachtszeit. Und natürlich auch für Kids. Auch wenn es zunächst absurd erscheint, für Kinder solch aufwändige Schnitte zu nähen. Ihr solltet das aber unbedingt trotzdem wagen, denn:

  1. Versucht mal festliche Kinderkleidung in bio/ öko/ fair zu kaufen. Kaum zu kriegen, glaubt mir. Gerade für Jungs. Streetwear ja. Aber was schickes… und dann vielleicht auch noch unisex und/oder schlicht. Fehlanzeige. Oder unverschämt teuer. Was für ein Glück, dass wir das nähen können und die Entscheidung über Material und Design selbst in der Hand haben.
  2. Gerade wenn man es noch nie gemacht hat und sich zum ersten Mal beim Hemdennähen ausprobieren möchte, macht so ein Kinderhemd richtig Sinn. Da verbraucht man nämlich nur wenig Stoff, kann oft Reste verwerten und einfach mal üben. Bei den Kleinen ist es nämlich nicht ganz so tragisch, wenn nicht alles gleich hundertprozentig akurat sitzt. Und wenn man sich sicher genug fühlt, kann man sich getrost auch an Blusen für sich selbst und Hemden für die Herren wagen.
  3. Es ist super nachhaltig. So ein hochwertiges Kinderhemd kann man richtig gut weitervererben. Ja, sie werden nicht wahnsinnig oft getragen, aber gerade deswegen bleiben sie quasi ewig wie neu und können unter Geschwistern, Cousins und Freunden weitergereicht werden. Gerade wenn des Hemd schlicht und unisex gehalten ist, kann es sowohl von Jungs und Mädchen getragen werden. Und die Kleinen sind ja sooo stolz, wenn sie sich mal so richtig hübsch machen dürfen. Und die Eltern dann auch. Ein Gute-Laune-Garant.

Wie ist das bei euch? Näht ihr auch gern mal ein aufwändigeres Kleidungsstück für eure Kinder? Wenn ihr jetzt auf den Geschmack gekommen seid, klickt euch gleich rüber zu Näh-Connection. Dort bekommt ihr zehn Prozent Rabatt, wenn ihr einen oder zwei Schnitte aus der zugeknöpft Aktion kauft. Bei drei oder vier Schnitten spart ihr 15 Prozent. Und wer es gleich so richtig krachen lassen und die ganze Familie mitknöpfbaren Kleidungsstücken benähen möchte, bekommt beim Kauf von mehr als vier Produkten 20 Prozent Rabatt. Der Rabatt wird automatisch im Warenkorb abgezogen. Die Frage ist nur, welches Teil näht man zuerst?!

Ulrike

Schnittmuster
Bookworm Button Up Shirt von Blank Slate Patterns – in deutscher Übersetzung von Näh-Connection, genäht in Größe 4T ohne Änderungen

Stoff
Bio-Popeline von Lebenskleidung (nicht mehr verfügbar), innen abgesetzt mit Bio-Popeline von Cloud9

2 Kommentare

  1. Liebe Ulrike,
    das Hemd/die Bluse ist wunderschön!
    Ich finde schon, dass es sich lohnt für die Kinder auch aufwendigere Sachen zu nähen. Ich habe vier (inzwischen erwachsene) Töchter und viele, viele Kleider, Hosen und Jacken genäht. Ich habe nie danach gefragt, ob es sich lohnt. Es ist unser liebstes Hobby, da stellt sich die Frage nicht. Mein Lohn waren/sind die Freude beim Nähen und die Komplimente.
    Die Kinder haben immer etwas Besonderes und Einzigartiges an. Die Qualität ist durchaus mit teurer Kaufkleidung zu vergleichen. Und wir wissen auch bei hohen Preisen nicht, ob die Näherin fair bezahlt wurde… das ist aber ein anderes Thema!
    Liebe Grüße Marion

    • Liebe Marion, rein bauchmäßig betrachtet, lohnt es sich natürlich schon. Es lohnt sich schon auch allein, sich dieses Erfolgerlebnis zu ernähen, das sich ergibt, wenn man so ein Hemd selbst gemacht hat. Mein „lohnen“ bezieht sich eher auf den ökonomischen Faktor. Wenn man Material und Zeit zusammenrechnet… ach, reden wir nicht drüber, sondern freuen uns über schöne selbstgenähte Kleidung. :-)
      Liebe Grüße, Ulrike

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