Hey Puppe – noch 30 Tage

Es ist Mittwoch abend kurz vor elf und eigentlich sollte ich längst im Bett sein. Statt dessen habe ich kurzerhand beschlossen, einen kleinen Post über ihn hier zu schreiben: Finn. Oder wie er bzw. sie jetzt heißt: Luisa. Transgender geht bei Puppen zum Glück völlig unproblematisch und ist für Kinder total normal. Aber darum sollte es hier gar nicht gehen. Sondern um: Geschenke von Herzen. Weihnachstmann, ick hör‘ dir trappsen…

Dieser Post enthält Spuren von Werbung | Die Anleitung für die Puppe sowie das entsprechende Material habe ich selbst gekauft. Die Puppenkleidung ist nach Freebooks von Firlefanz genäht und besteht teilweise aus Resten von Stoffen, die mir früher einmal kostenlos zur Verfügung gestellt worden sind.

Vor gut einem Jahr bekam ich beiläufig mit, wie eine meiner besten Freundinnen eine Waldorfpuppe für ihren Sohn suchte, und beschloss kurzerhand, die beiden mit einer Moritzwerk-Puppe zu überraschen. Ein kleiner „deutscher“ Junge sollte es werden und er sollte eigentlich pünktlich zu Weihnachten 2018 nach Italien reisen. Meine letzten drei Puppen waren allerdings schon ein Weilchen her und ich muss irgendwie verdrängt haben, wieviel Arbeit und Zeit in so einem kleinen Wesen stecken. Das Ende vom Lied war, dass Finn, mit einer Verzögerung von „nur“ sieben Monaten im Juli endlich bei seinem Puppenpapa in Italien einzog und dort einfach zu einem deutschen Mädchen wurde.

Aber keine Sorge! Ganz so lange dauert es natürlich normalerweise nicht, eine solche Puppe zu nähen. Ein paar Stunden konzentrierte Arbeit genügen. Eigentlich. Wenn man sich sonst nicht zu viel vornimmt, die Motivation stimmt und man rechtzeitig anfängt. Und darum gibt es jetzt hier an dieser Stelle auch diesen völlig ungeplanten Blogpost, denn: Wer dieses Jahr noch eine selbstgenähte Puppe im Waldorfstil unterm Weihnachtsbaum verschenken möchte, der sollte JETZT damit anfangen. Dreißig Tage reichen. Tschakka, du schaffst das!

Finn/Luisa und meine anderen drei Puppen habe ich alle nach der Anleitung für die Puppe „Mitzi“ von Maria alias Mariengold. In ihrem Etsy Shop gibt es Anleitungen für verschiedene Puppen, außerdem ganze Starterkits zum Puppennähen und sogar immer mal wieder einige fertige Puppen. Die Anleitung „Mitzi“ lässt absolut keine Fragen offen. Jeder Schritt, jeder Handgriff wird sehr detailliert erklärt und liebevoll beschrieben. Näherfahrung und ein gewisses handwerkliches Geschick sowie ein wenig Geduld (höhöhö) sollte man zwar mitbringen, aber dann steht der erfolgreichen Puppennäherei wirklich nichts mehr im Wege. Mein Fazit zu meiner ersten PuppenMITmacherei gibt’s hier übrigens nachzulesen. Wer dann immer noch keine Puppe nähen möchte, ist selber schuld.

Genauso empfehlenswert sind übrigens die Freebooks für Puppenkleidung von Firlefanz. Ich habe dieses Mal eine Latzhose nach dem Schnitt „Puppenlöwenzahn“ genäht. Die Jacke und das Shirt basieren beide auf dem sehr vielseitigen Schnitt für den „Puppenjumper“. Wer sich also – aus welchem Grund auch immer – doch nicht gleich ans Puppennähen wagen möchte, kann mit Kristinas Freebooks zumindest die schon vorhandenen Puppen ganz wunderbar benähen. In dreißig Tagen schafft man locker eine ganze Kollektion… So, jetzt schnell ran an die Nadeln und losgenäht, denn nächste Woche habe ich noch viel mehr potenzielle, nähbare Weihnachtsgeschenkeideen für den Rest der Familie in petto. Ihr wisst ja: Weihnachten kommt irgendwie jedes Jahr überraschend.

  • Ulrike

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich freue mich auf deinen Kommentar. Bitte beachte, dass beim Kommentieren Name, Email-Adresse und Text an mich übertragen werden. Die Details findest du in der Datenschutzerklärung.