Anleitungen DIY Tutorial

Unwichtige (Näh-)Gewichte {DIY}

Nähgewichte – wer braucht denn sowas?! Kein Mensch! Schön sind sie trotzdem. Und Kneten ist so herrlich meditativ. Könn’wa gut gebrauchen gerade, ne?! Also ran an die Fimo und losgeknetet! In diesem Beitrag zeige ich dir Schritt für Schritt, wie ich meine Knopfnähgewichte gebastelt habe. Es ist wirklich leichter, als du vielleicht denkst.

Werbung | Dieser Post enthält Werbung in Form von Affiliate Links. Wenn du Moritzwerk finanziell unterstützen möchtest, klicke gern die Links und Werbebanner unter dem Stichwort „Werbung“ oder die gekennzeichneten Affiliate Links an. Falls du dort etwas schönes für dich findest, erhalte ich eine kleine Provision. Für dich entstehen dadurch natürlich keinerlei Mehrkosten.

Nähgewichte kneten bringt vor allem eines: Spaß. Es gibt kein Richtig oder Falsch. Probiere gerade bei der Gestaltung der Oberfläche ruhig verschiedene Methoden aus. Ich habe mich dieses Jahr ganz dem Marmoreffekt hingegeben. Da weiß man vorher nie so genau, wie sich die Farben verhalten und was am Ende herauskommt. Das macht das Ausrollen der Fimo immer wieder super spannend.

Aber auch einfarbige Nähgewichte oder welche mit speziellen Mustern können toll sein. Letztes Jahr habe ich Nähgewichte mit Blattgold verziert. Auch das sieht wunderschön aus. Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Ich finde es immer wieder interessant, Produkte zu sehen, die nach meinen Anleitungen entstanden sind. Wenn du also deine eigenen Nähgewichte knetest, zeig sie gern auf Instagram und verlinke mich dort mit @moritzwerk. Ich freue mich sehr auf deine Werke!

Und jetzt geht’s los:

Die Materialien

Viel ist es nicht, was du für die Knopfnähgewichte benötigst. Eigentlich nur Fimo und (sehr) große Unterlegscheiben. Ich benutze am liebsten Bauscheiben aus Stahl mit 56 Millimeter Außendurchmesser. Die haben eine tolle Größe und das perfekte Gewicht. Für einen Knopf benutze ich drei dieser Bauscheiben. Du findest sie in (fast) jedem Baumarkt. Oft gibt es sie im 20er Pack für ca. 8€. Ich habe mir diese hier gekauft.

Die eigentliche Magie geschieht mit Fimo (Affiliate Link). Das hat den Vorteil, dass man es leicht zu Hause verarbeiten kann. Fimo lässt sich gut kneten und ausrollen und härtet im Backofen perfekt aus. Außerdem ist die Farbauswahl einfach bombastisch. In meinen Nähgewichten habe ich Fimo Effect (Affiliate Link) in den Farben Neonrosa, Neongelb und Silber Pearl sowie schwarz und weiß verwendet. Grundfarben wie schwarz und weiß kaufe ich am liebsten im etwas größeren „Professional“-Pack. Das ist etwas günstiger und lässt sich besonders gut verarbeiten. Pro Nähgewicht habe ich ungefähr 30 Gramm Fimo verarbeitet. Für sechs Nähgewichte benötigst du also drei Packungen Fimo á 57 Gramm. Je nachdem, wie dick du die Deckschicht machst, kann das aber auch mehr oder weniger sein.

Die Materialien für Knopfnähgewichte: Bauscheiben und Fimo.

Um Fimo gut verarbeiten zu können benötigst du eine sehr glatte Unterlage. Sonst bleiben deine Kunstwerke kleben. Ich lege mir zum Ausrollen immer gern eine einfache Glasscheibe auf den Tisch und arbeite darauf. Ein spezieller Acrylroller (Affiliate Link) ist auch sehr empfehlenswert. An einem normalen Nudelholz bleibt Fimo nämlich haften. Fürs erste tut es aber auch eine saubere Glasflasche mit geradem (!) Zylinder. Außerdem brauchst du ein scharfes Messer, einen Zahnstocher und eventuell Gummihandschuhe.

So geht’s

  1. Lege immer drei der Bauscheiben übereinander und fülle das Loch in der Mitte mit etwas Fimo. Diese Füllung wird später nicht zu sehen sein, darum ist die Farbe egal.
  2. Knete das Fimo schön weich. Um den Marmoreffekt zu erzielen, forme ich mehrere Farben Fimo zu langen Schlangen, wickele sie umeinander, verzwirbele, verdrehe und verknete sie miteinander, bis ich mit dem Effekt zufrieden bin.
  3. Dann wird das Fimo sehr dünn ausgerollt.
  4. Anschließend mit einem Ausstechförmchen (oder einem Glas) zwei Scheiben ausstechen. Der Durchmesser dieser Scheiben muss etwas größer sein als der Durchmesser der Bauscheiben.
  5. Lege jeweils einen der vorbereiteten Bauscheiben-Stapel zwischen zwei Fimo-Scheiben. Achte darauf, dass die schön(st)en Seiten außen liegen.
  6. Forme die überstehenden Fimo-Ränder über die Bauscheiben, knete ein wenig und verbinde beide Fimo-Scheiben miteinander.
  7. Stelle die „Knöpfe“ auf die Seite und rolle die Mantelfläche auf der Arbeitsfläche hin und her. So glättest du den Rand der Knöpfe. Rolle mit dem Acrylroller auch über die Oberseiten des Knopfes, um die Knete schön zu glätten und forme die Radien aus.
  8. Wenn du möchtest, füge mit einem Zahnstocher Löcher hinzu. Achte darauf, dass diese Löcher natürlich nur in dem Bereich möglich sind, wo sich die Aussparungen der Bauscheiben befinden.
  9. Jetzt muss der fertige Knopf nur noch für 30 Minuten bei 110 Grad im Ofen gebacken werden. Schon sind deine Knopfnähgewichte fertig.

Du musst die Oberfläche der Nähgewichte nicht behandeln. Nach dem Abkühlen sind sie sofort einsatzbereit.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Herstellung der Nähgewichte

Noch zwei Tipps: Fimo lässt sich am besten verarbeiten, wenn es handwarm ist. Knete es also vor jedem Schritt erst einmal richtig schön weich. Wenn dich die Fingerabdrücke stören, die auf der Oberfläche verbleiben, zieh dünne Gummihandschuhe an. Das hilft auch gegen die Farbpigmente, die sich beim Kneten aus der Fimo lösen und die Finger einsauen.

Fimoreste verarbeite ich übrigens gern zu kleinen Perlen, die ich immer mal wieder als „Dekogebamsel“ an Täschchen oder Reißverschlüsse hänge oder direkt von meinen Kindern zu Ketten oder Armbändern verarbeiten lasse.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Kneten. Und noch viel mehr Spaß beim Zuschneiden mit deinen neuen Nähgewichten. Übrigens: Die sind auch ein wirklich schönes DIY-Geschenk für alle Nähnerd*innen da draußen. Ist ja bald Weihnachten… ;-)

  • Ulrike

5 Kommentare Neues Kommentar hinzufügen

  1. Nria sagt:

    Sehr hübsch! Die mit den Pünktchen sind meine Favoriten! :D Aber was heißt hier „braucht kein Mensch“? Ich finde Stoffgewichte absolut unverzichtbar beim Nähen …

  2. Christina sagt:

    Liebe Ulrike,
    die sind wirklich sehr schön geworden.
    Ich nutze auch schon seit längerem die Unterlegscheiben (die hab ich aus der Werkstatt meines Mannes geklaut :-) ) und finde sie total praktisch.
    Wobei ich sie lieber einzeln lege, da sind sie beim Zuschneiden nicht so im Weg.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld

*

Ich hab's verstanden.